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Infos zu den Trocknerarten

Erläuterung Energielabel für Trockner

Auf unseren Seiten finden Sie Testergbnisse von den einzelnen Trocknerarten wie Wärmepumpentrockner, Kondenstrockner und Ablufttrockner. Hier wollen wir Sie etwas genauer darüber aufklären, welche Trocknerart mit welchem System arbeitet und natürlich auch, wie es um den Energieverbrauch dazu aussieht. Das ist insofern wichtig, als dass Sie dann ungefähr wissen, was in Bezug und Technologie auf Sie zu kommt. Gerade wenn man viel zu trocknen hat, ist das nicht ganz unwichtig.

In der Grafik auf der linken Seite verdeutlichen wir nochmal die einzenen Bedeutungen des Energielabels im Bezug auf Trockner.

Ablufttrockner

Die Ablufttrockner sind so konzipiert, dass die entstehende Feuchtigkeit über einen daran befindlichen Schlauch, oder auch eine daran installierte Ableitung, entweichen kann. Ebenso werden auch ganz feine Flusen der Wäsche über diesen Weg nach außen befördert. Da der Druck der Abluft nicht unbedingt gering ist, sollte der Schlauch bzw. die Leitung mindestens einen Durchmesser von ca. 10 cm besitzen. Bei herkömmlichen Modellen ist dies bereits Standard und am Gerät befestigt. Sollten Sie jedoch eine extra Leitung dafür nutzen wollen, so sollte dabei darauf geachtet werden. Ebenso sollte eine ausreichende Belüftung des Raumes beim Trocknen gewährleistet sein. Was den Energieverbrauch angeht, so fallen die Ablufttrockner eher in den Bereich der weniger energiesparenden Geräte. Sparsamer sind hier die herkömmlichen Kondenstrockner und deutlich sparsamer sind da die Wärmepumpentrockner.

Kondenstrockner

Die Kondenstrockner besitzen einen geschlossenen Kreislauf. Die darin enthaltene Luft wird erwärmt, was zur Folge hat, dass die Luftfeuchtigkeit sinkt und die warme Luft somit besser in der Lage ist, die vorhandene Feuchtigkeit aufzunehmen. Diese Feuchtigkeit wird nun durch einen darunter liegenden Kondensator wieder gekühlt und über ein Gebläse durch das Innere des Trockners in einen dafür vorgesehenen Behälter gepumpt. Dieser ist dann in aller Regelmäßigkeit einfach zu entleeren. Möglich ist es bei einigen Kondenstrocknern auch, dass die entstehende Flüssigkeit über einen Abwasseranschluss abgegeben werden kann. In der Regel nutzt man aber den Behälter, in dem die Feuchtigkeit gesammelt wird.

Wärmepumpentrockner

Die Wärmepumpentrockner arbeiten wieder etwas anders, denn hier heizt der heiße Teil der Pumpe die einfließende Luft auf, wobei der kühlere Teil der Pumpe die abfließende Feuchtigkeit kondensiert:

AEG LAVATHERM 65170 AV

Dieser kleiner aber feine Unterschied führt zu einem deutlich geringeren Stromverbrauch, teilweise verbrauchen sie bis zu 50% weniger Strom im Vergleich zu Ablufttrocknern. Auch gegenüber den Kondenstrocknern verbrauchen sie deutlich weniger. Jedoch ist der zeitliche Aufwand hier etwas größer, denn der Trocknungsprozess ist hier, je nach Beladung, unter Umständen deutlich länger. Mittlerweile gibt es aber schon viele Geräte, die auch Kurzprogramme besitzen und dabei auf ein sehr gutes Trocknungsergebnis kommen.

Video: So funtioniert ein Wärmepumpentrockner

Waschtrockner

Ein Waschtrockner vereint die Funktionen einer Waschmaschine und eines Trockners in einem Gerät. Die meisten Waschtrockner arbeiten mit Kondensationstechnik, einige Hersteller setzen auf die Wärmepumpentechnik. Beide Trockentechniken vereinfachen die Wahl des möglichen Aufstellortes – generell kann ein Waschtrockner überall dort aufgestellt werden, wo ein Waschmaschinenanschluss vorhanden ist. Um es an einem Gegenbeispiel zu verdeutlichen: Beim Ablufttrockner wird die warme und feuchte Luft über einen Schlauch nach außen abgeleitet. Einen Ablufttrockner kann nicht in einem geschlossenen Raum ohne Abluftsystem oder Fenster in Betrieb genommen werden.

Bei einem Waschtrockner mit Kondensationstechnik wird die Luft im Inneren erhitzt, wodurch die Feuchtigkeit aus der Wäsche „gezogen“ wird. Dieser Vorgang des Kondensierens verleiht dieser Trockentechnik ihre Bezeichnung – Kondenstrockner oder Kondensationstrockner. Allerdings bergen diese Modelle den Nachteil in sich, kein Flusensieb zu haben. So besteht die Gefahr, dass in Jacken- oder Hosentaschen vergessene Kleinteile ins Abwassersystem gelangen können. Zudem ist die Menge der entstehenden Faserrückstände beim Trocknen der Wäsche nicht zu verachten – fehlt das Flusensieb, muss die Trommel nach jeder Nutzung gereinigt werden.

Als innovative Weiterentwicklung bei den Waschtrocknern hat sich der Wärmepumpentrockner einen Namen gemacht. Frische Luft wird angepumpt und erwärmt. Die abfließende Luft kondensiert hingegen. Durch diesen Prozess verfliegt kaum Wärme, was sich im Energieverbrauch deutlich bemerkbar macht. Diese Energieersparnis bewegt sich immerhin in einem Rahmen von rund 50 Prozent im Gegensatz zu einem herkömmlichen Trockner. Eine ökologisch und finanziell lohnende Investition.

Welcher Trockner passt nun zu mir?

Bei der Wahl des richtige Trockners sollte man sich vorab Gedanken über die anfallende Menge bzw. die Häufigkeit der Nutzung machen. Besitzt man einen Singlehaushalt und trocknet eher selten, so dürften sicher ein Abluft- bzw. Kondenstrockner in Frage kommen, wobei der Anteil der gekauften Kondenstrockner sicher höher sein dürfte, weil nicht jeder die Möglichkeit hat, den Schlauch des Ablufttrockners aus dem Fenster zu hängen.

Sollten Sie daher viel Wäsche trocknen oder einen Mehrfamilienhaushalt besitzen, so eignen sich in Bezug auf den Energieverbrauch sicher die Wärmepumpentrockner, denn hier kann man auf Dauer gesehen, deutlich mehr Geld über den Stromverbrauch sparen.